Müsli für die Hosentasche: What the Flapjack?

Auf der Webseite heißt es: „Hafervoll Flapjacks sind keine gewöhnlichen Müsliriegel.“ Stimmt. Deswegen heißen sie auch Flapjacks. So werden Haferkekse in Großbritannien genannt und gemäß der britischen Backtradition jetzt in Deutschland unter die Menschen gebracht. Was das Besondere an den Müsliriegeln Flapjacks ist? Sie sind ohne chemische Zusatzstoffe und werden schonend im Ofen zubereitet.

hafervoll-2

Denn auf der Webseite heißt es auch: „Sie schmecken wie selbst gebacken.“ Muss ich ausprobieren, dachte ich. Zwei Tage später steckte eine kleine Versandtasche mit ein paar Test-Riegeln in meinem Briefkasten. Dafür ein großes Dankeschön.

Der Geschmackstest war durchaus überzeugend. Während mir andere Riegel (wie zum Beispiel die klassischen C***y-Riegel) irgendwie immer an den Zähnen kleben, sind die Flapjacks – auch liebevoll Flappys genannt – herrlich weich und machen einen wesentlich frischeren Eindruck auf der Zunge. Sie haben tatsächlich etwas mehr von Gebackenem und weniger von Abgepacktem und Gepresstem.

Die Idee, das morgendliche Müsli Hosentaschen-gerecht aufzubereiten, hatten Robert und Phil, zwei Genusskritiker aus dem schönen Köln. Nach ihrem Studium nervte sie auf ihren dienstlichen Reisen die schier ausweglose Suche nach Essbarem für zwischendurch. „Das können wir besser!“, müssen sie sich wohl gedacht haben, schmissen ihre Jobs und gründeten ihr eigenes kleines Startup Hafervoll. Und der Name ist Programm. Denn das Frühstücksgetreide steht in der Zutatenliste als erste Zutat – ist also mengenmäßig am meisten enthalten. Wer sich darüber wundert, sollte wissen: Cornflakes oder Schokopops sind NICHT der Hauptbestandteil eines guten und ausgewogenen Frühstücks, auch wenn uns das so manches Cerealienprodukt aus dem Supermarktregal weismachen möchte. Hafer ist da eine wesentlich bessere Alternative. Es liefert nicht nur nennenswerte Mengen an Ballaststoffen, sondern kommt auch noch mit einer ganzen Ladung Zink, Magnesium, Eisen und B-Vitaminen um die Ecke. Schade eigentlich, dass uns das Lebensmittel früher als unansehnlicher Haferschleim präsentiert wurde. Wer noch mehr über Hafer wissen möchte, der belese sich unter www.alleskoerner.de.

Auch der Rest meiner Flapjack-Zutatenliste liest sich für einen Müsliriegel ganz gut: Honig, Sonnenblumenöl, Mandeln (6%), Rosinen (6%), Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Kürbiskerne, Sesam. Fertig. Schon beeindruckend für ein abgepacktes Produkt. Von Konservierungsmitteln, Fruktose-Glukose-Sirup, Maismehl oder Aromen keine Spur. Und was mir außerdem gut gefällt: alle Zutaten und Nährwerte der einzelnen Geschmacksvarianten können im Online-Shop nachgelesen werden.

Für einen low carber wie mich sind die Flapjacks zwar nicht jeden Tag das Richtige. Denn immerhin sind in einem 65 g-Riegel der Sorte „Mandel-Rosine“ neben knapp 7 g Eiweiß und 19 g Fett noch 32 g Kohlenhydrate (davon 16 g Zucker) enthalten. Aber an dem einen oder anderen Sporttag – zum Beispiel beim Klettern – könnte ich mir einen Flapjack in der Tasche sehr gut vorstellen. Es könnte auch tatsächlich noch etwas „unsüßer“ für mich sein. Zwar weiß ich um die Problematik, dass heute viele Menschen eine stärkere Süße brauchen, da ihre Geschmacksknospen sonst nicht mehr richtig anspringen. Aber ich würde mir zumindest eine zuckerärmere Variante wünschen. In Bezug auf die Zutatenliste jedenfalls scheint das Hafervoll-Produkt unschlagbar, wie der folgende Vergleich noch einmal eindrücklich zeigt.

[table id=3 /]

Probiert es doch mal aus und bildet euch euer eigenes Urteil!