Hitzewelle – ich hab´ so einen Durst

34°C im Schatten – wir schwitzen im Moment unaufhörlich und so mancher Kreislauf macht schon mal schlapp. Wenn es morgens um 8 Uhr schon kaum erträglich ist und es auch abends so gut wie gar nicht abkühlt, ist Trinken wichtiger denn je.

minz-limetten-wasser

Und auch wenn wir dazu  neigen, uns sehr kalte Getränke einverleiben zu wollen – tut es besser nicht. Es ist im ersten Moment zwar sehr erfrischend, allerdings muss der Körper das kalte Getränk auf „Temperatur“ bringen. Das verbraucht Energie und produziert zusätzlich Wärme. Dadurch schwitzen wir noch mehr. Einige Experten sind zudem der Ansicht, dass sich durch sehr kalte Getränke die Blutgefäße zusammenziehen und es im extremen Fall zum Kreislaufschock kommen kann. Bisher habe ich das noch nicht erlebt und kann es wissenschaftlich auch nicht nachweisen – aber Vorsicht ist ja bekanntlich besser als Nachsicht. Ich gehe allerdings davon aus, dass dies nur unter extremen Bedingungen eintritt.

Zu heiß sollten die Getränke allerdings auch nicht sein. Heiße Getränke erhitzen den Körper zusätzlich. Auch dadurch schwitzen wir mehr. Ideal sind also warme bzw. ungekühlte Getränke. Dabei wird der Körper am wenigstens beansprucht und muss den geringsten „Aufwand“ betreiben.

Bei Temperaturen deutlich über 30°C kann unser Flüssigkeitsbedarf bis auf das Doppelte ansteigen. Trinkt also reichlich und bevorzugt mineralstoffreiche Wasser. Beim Schwitzen gehen wertvolle Elektrolyte verloren, die wir zur Aufrechterhaltung unseres Blutdrucks bzw. unseres Herz-Kreislauf-Systems ausgleichen sollten. Jetzt ist es also auch durchaus angebracht, mal salzreicher zu essen.

Wem reines Wasser zum Erfrischen nicht reicht, der kann es einmal mit einem Pfefferminz-Limetten-Wasser versuchen. Einfach Wasser erhitzen, ein paar frische Minzblätter und ein paar Limettenscheiben dazu geben. Das Ganze abkühlen lassen (nein, nicht im Kühlschrank). Die Minze wirkt durch den Inhaltsstoff Menthol erfrischend, während die Limette (durch ätherische Öle wir das Limonen) diese Wirkung unterstreicht. Wer noch etwas mehr Biss braucht, gibt noch ein paar Ingwerscheiben dazu. Dadurch wird zusätzlich der Stoffwechsel angeregt. Dann gibt es die perfekte Sommerkur gleich dazu.

Und wenn es einmal gar nicht mehr geht, hier noch ein kleiner Trick: Der Körper schwitzt, um die Temperaturunterschiede auszugleichen und sondert dabei Flüssigkeit über die Haut ab, die als Verdunstungskälte wirkt. Wer sich mit Wasser einsprüht, aber nicht abtrocknet, erreicht dadurch den gleichen Effekt. Wenn der Kopf „überhitzt“, kann ein Handtuch helfen, dass ein paar Minuten im Gefrierschrank lag. Im Notfall hilft es auch, sich mäßig kaltes Wasser über die Hand- und Fußgelenke laufen zu lassen. Die niedrigeren Temperaturen des Wassers werden hier am schnellsten durch den Körper getragen.