Street Food Festival in Köln

Street Food Festivals sind in. Auch in Köln findet die Idee neuer Esskultur mittlerweile einmal im Monat statt. Zum Street Food Festival stellen sich insbesondere kleinere Unternehmen und Startups mit ihren internationalen und regionalen Köstlichkeiten vor. So gibt es unter anderem amerikanische, libanesische, thailändische, indische, schwedische oder abruzzische Spezialitäten zu genießen. Auch ich habe mich gestern von den liebevoll zubereiteten ToGo-Leckereien überzeugen lassen.

cidre-steak

Das Festival in Köln Ehrenfeld in der Vogelsanger Straße ist in einem ehemaligen Güterbahnhof (Jack in The Box). Man bezahlt 2 EUR Eintritt und flaniert dann von Stand zu Stand. Die Gerichte kosten durchschnittlich 5-6 EUR. Überall gibt es Sitzbänke und Holztische, teils als Strand mit Sand, teils im Pavillonstyle. Unter anderem performten 4 junge Musiker unterschiedliche Musikstile und begleiteten die Besucher während ihrer kulinarischen Gaumenfreuden.

Viele junge Food-Lover stellen ihre Kreationen vor und es ist eigentlich nicht möglich, alles zu probieren. Man hat die Qual der Wahl. Aber natürlich hatte auch der „Erfinder“ des kleinen Festivals die passende Idee. Wer lieber kleinere Portionen bevorzugt, betätigt die an jedem Stand befestigte Klingel oder Glocke und lädt damit andere Interessierte zum Teilen ein. Oder man geht einfach mit Freunden los und teilt untereinander. So bin auch ich mit einer Freundin losgezogen.

Unsere erste Wahl fiel auf Roll’in Kitchen. Hier gab es Crunchy Rolls – asiatische Köstlichkeiten für Sushi-Fans. Das Außergewöhnliche liegt in den vielen Geschmäckern in einer kleinen Rolle. Verschiedene Gemüse werden wahlweise mit Thunfisch oder Garnelen zubereitet, eine Spezialsauce sorgt für eine regelrechte Geschmacksexplosion der auch noch crunchig gebackenen Rolls.

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Als nächstes gab es das Cidre-Steak „Comptoir du Cidre“. 65 Stunden behandeltes Fleisch wird in liebevoller Zubereitung mit karamellisierten Zwiebeln, glasierten Senfkörnern, verschiedenen Kräutern und einer würzigen Sauce auf einer Scheibe Kartoffelbrot serviert. So zartes und saftiges Fleisch gibt es selten auf die Hand. Ich wünsche dem Geschwisterpaar viel Erfolg mit ihrem „Slow Meat“.

comptoir-du-cidre

Anschließend probierten wir von der Straßenküche einen Glasnudelsalat mit Schwarznesseln, Koriander, Vietnamesischer Minze, Thai-Basilikum, Sprossen, Erdnüssen und gegrilltem Tofu. Das war die erste Zubereitung von Tofu, die mir wirklich geschmeckt hat. Die Glasnudeln waren zwar etwas widerspenstig – das hat dem Geschmack allerdings keinen Abbruch getan. Die Kombination der verschiedenen Kräuter zaubert allerlei Geschmackseindrücke auf die Zunge. Das Team stellt auf seiner Webseite zudem die Rezepte bereit und verrät, wo es die ganz besonderen Zutaten zu erwerben gibt.

Um eine kleine Esspause einzulegen, gab es dann erst einmal einen Smoothie von der Saftbar. Für mich gab es die Pinke Diana mit Himbeere, Kokos, frischer Minze, Apfelsaft und etwas Banane. Sehr lecker und erfrischend.

Den kleinen Munchkin gab es als süßen Abschluss. Hier gibt es bekannte süße Leckereien wie Snickers, Twix oder Orio in einem knusprigen Teigmantel – nichts für schwache Nerven, denn es besteht Suchtgefahr. Die Idee kommt natürlich aus Übersee und lässt die Bauchspeicheldrüse schwer ackern – aber probieren ist Pflicht!

munchkin

Mehr Geschmackserlebnis war einfach nicht drin. Für das nächste Mal habe ich mir schon das Sir Otto Risotto und das Don Patata vorgemerkt. Das nächste Street Food Festival findet im Juli statt. Schnappt euch eure Freunde, teilt und probiert, genießt und entdeckt neue Gaumenfreuden. Es lohnt sich!