Einmal Salat im Glas, bitte

Es sind die kleinen Hingucker auf jedem raffinierten Partybuffet. Es gibt sie mittlerweile in allen Größen und zu allen Gelegenheiten. Es gibt sie als Snack und als Hauptmahlzeit. Die Rede ist von herzhaften Salaten im Glas. Als Obstsalat gibt es diese Form der Zubereitung schon länger an Bahnhöfen und in Einkaufszentren Deutschlands. Doch genau betrachtet gibt es noch viel mehr Möglichkeiten für Glaszaubereien.

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Eine Freundin erzählte mir gestern Abend, dass sie es unter der Woche leid ist, immer zwischendurch zu essen oder aufgrund fehlender Angebote gar nichts zu essen. Seit kurzer Zeit bereitet sie sich deshalb Salate im Glas vor und ist damit bestimmt der Renner im Büro.

Und so geht´s: Man nehme ein Einweckglas mit Schraubverschluss. Man bereite sich ein leckeres Dressing zu und gebe es als erstes ins Glas. Als nächstes nehme man festere Gemüsesorten, die durch das Aufliegen auf dem Dressing nicht zu matschig werden. Alternativ bieten sich an dieser Stelle auch Nüsse oder geraspelte Möhren an. Nun schichte man beliebige klein geschnittene Gemüse ins Glas – der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Ob Möhren, Tomaten, Brokkoli, Schinkenwürfel oder Käsehäppchen – alles was schmeckt ist erlaubt. Salatblätter eignen sich als Abschluss des Ganzen. Wichtig ist, das Glas nicht zu voll zu stopfen, da der Clou nämlich erst kurz vor dem Essen kommt: man drehe das Glas jetzt mehrmals um und warte, bis sich das Dressing durch das gesamte Glas verteilt hat. Fertig. Kein Papiermüll. Kein Plastikmüll. Kein Auslaufen. Gutes Aussehen. Abwechslungsreicher Genuss. Was will man mehr?

Das beste ist – abgesehen vom praktischen Ansatz – sicherlich die Variationsvielfalt. Warum nicht mal Avocado mit Mango und Mozzarella schichten oder ein Pilztatar mit wilden Kräutern anrichten? Suppen eignen sich ebenso gut fürs Glas wie Fleisch- oder Fischgerichte. Garnelen sind auch in der kalten Küche lecker und Hühnchen ist von der Salattheke kaum wegzudenken. Mir fallen spontan noch Linsen-, Wurst- und Quinoa-Salate ein. Und warum das Ganze nicht auch mit warmen Gerichten ausprobieren? Wer eine Mikrowelle hat, kann das Gericht auch schnell erwärmen.

Diese kleinen Hingucker sind eine gute Alternative für alle Unterwegs-Esser. Wer keine Lust mehr auf Käsebrötchen, Currywurst oder Stulle hat, geht unter die Glasrezeptler. Viel Vergnügen!