Ketogene Ernährung: (Fast) geschafft #Tag14

Heute ist der letzte Tag meines Ketogenen Selbstversuches. Und ich muss sagen, dass es mir insgesamt gut getan hat. Ich finde es nach wie vor erstaunlich, was sich mit einer Ernährungsumstellung wann, wie und warum beeinflussen bzw. steuern lässt. Ich kann jetzt besser einschätzen, wann ich warum Hunger bekomme. Ich kann nachvollziehen, warum mein Blutzucker nach dem Sport höher ist und warum die Ketonkörperkonzentration am Abend mit meinem Mittagessen zusammenhängt. Ich kann beurteilen, wann ich vermutlich Kopfschmerzen bekomme und ich weiß, was ich tun muss, um in den nächsten 5 bis 6 Stunden keinen Unterzucker zu bekommen.

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Mit ein bisschen Strategie braucht es auch nicht viel mehr Zeit für die Essenszubereitung. Wer nicht den Anspruch hat, jeden Tag etwas gänzlich anderes zu essen, kann dies gut planen. Ich habe mir Basislebensmittel besorgt und bin 2 mal die Woche mit Einkaufsliste los. Schwierig hingegen finde ich es, in Restaurants essen zu gehen. Nach einem Besuch beim Chinesen war mein Blutzucker trotz „Gebratenem Gemüse mit Hühnchen“ wesentlich höher.

Die tägliche „Minidiagnostik“ und der Versuch, möglichst optimale Werte zu erzielen, aber waren der größte Jux und das Interessanteste. Zum einen wurden mir Aspekte des täglichen Ernährungsverhaltens bewusst, die mir vorher nie aufgefallen sind oder über die ich bisher nicht nachgedacht habe. Annahmen wie der vermeintliche Pflichtkaffee am Morgen oder die „Runterkomm“-Kohlenhydratportion am Abend haben sich schlicht als falsch und als pure Gewohnheit herausgestellt. Milch im Kaffee brauche ich eigentlich auch nicht. Nur diese Erkenntnisse machen mich trotz der Banalität stärker – denn gefühlt kann ich alles ändern, wenn ich es nur einfach tue.

geschafft

Was bleibt also? Ich werde ab morgen nicht wieder alles auf Anfang drehen. Ich werde den Kaffeekonsum gering halten und auf Latte macchiato etc. verzichten. Auch die abendlichen Kohlenhydratgerichte werden wohl die Ausnahme bleiben. Aber ich freue mich auf uneingeschränkten Gemüsekonsum inklusive Linsen und Erbsen. Der Wurstkonsum wird reduziert und es kommen wieder mehr Quark und Joghurt auf den Tisch. Und natürlich freue ich mich auf ein gepflegtes Glas Whiskey morgen Abend – wenn mir auch der Verzicht auf Alkohol kaum auffiel.

Im Moment lese ich ein Buch zum Thema „Slow carb“ und wer weiß, vielleicht ist das ja mein nächster Selbstversuch…