Ketogene Ernährung – Erkenntnisse der Woche #Tag7

Bald ist eine Woche Selbstversuch „Ketogene Ernährung“ vorbei und es gibt ein paar erste Erkenntnisse.

Zum einen finde ich es nicht so schwer, wie befürchtet. Den gefühlten Pflichtkaffee am Morgen habe ich schon fast vergessen. Grüner Tee ist für mich eine gute Alternative – macht munter und fit. Die Gerichte munden mir ausgezeichnet und sättigen gut. Gefühlt verzichte ich nicht auf allzu viel. Selbst die abendlichen Pastagerichte zum „Runterkommen“ sind scheinbar nicht notwendig. Und der Alkohol fehlt mir (bis jetzt) auch nicht. Stattdessen gibt es Gemüsepfannen und -aufläufe mit viiiel Käse überbacken und Creme fraiche :)

schneller-gemuese-auflauf

Zum anderen bin ich überrascht, was sich mit ein bisschen Umstellung (da es für mich kein Riesenschritt war) alles verändert. Mein unausstehliches Hungergefühl ist so gut wie weg. Unterzuckerungen habe ich kaum noch (war ein typisches Symptom nach früheren Snacks) und ich kann mich sehr lange gut konzentrieren. Mein Blutdruck ist stabil. (Wobei der Eindruck zur Konzentration durchaus subjektiv eingefärbt sein kann.)

Was mir nicht so leicht fällt: auf die tägliche Energiezufuhr zu kommen und das Energie-Verhältnis von 3:1 (Fette : Kohlenhydraten und Eiweißen) einzuhalten. Dennoch scheint sich der Körper umzustellen: wie im Protokoll zu verfolgen habe ich einen deutlich niedrigeren Blutzuckerspiegel und Ketonkörper lassen sich auch nachweisen. Vor allem die Gymnastik am Morgen wirkt sich scheinbar auf beide Werte aus: der Blutzucker steigt nach dem Sport an, während die Ketonkörper abends ebenso ansteigen. Das hängt vermutlich mit den Glykogenreserven und der sogenannten Gluconeogenese zusammen. Das muss ich aber noch länger beobachten und genauer recherchieren.

Und eins noch: Heute habe ich wieder einen Anruf bekommen und mir als erste Reaktion auf meinen Selbstversuch angehört: „Hörma, das kannste doch nicht machen, da passte ja bald durchn Briefschlitz!“ Noch mal für alle: hier geht es nicht ums Abnehmen, sondern um einen leistungssteigernden Zustand. Auch wenn ich auf den „Super-Flow“ noch sehnsüchtig warte…